Die Korpsgeschichte

der Korpsorden der Schweren Artillerie Hervorgegangen ist das Linzer Traditionskorps Schwere Artillerie 1939 aus der Seniorenriege des Linzer Schwimmclubs. Erster Kommandant der Truppe wurde Bernhard Peiß, och de "Peise Bään" jenannt. Im Jahre 1949 wurde unter dem neuen Commodore, Peter Rahm, mit dem Wiederaufbau des Korps begonnen. 1975 trat Peter Rahm, der fast drei Jahrzehnte als Commodore und 1. Vorsitzender das Korps geprägt und mit seinen Kurzeinlagen auf den Sitzungen mit dem Ausdruck "Wir schweben über den Gewässern" die Massen in Stimmung brachte, aus dem ersten Glied zurück und wurde zum Ehrencommodore ernannt. Als sein Nachfolger übernahm Erwin Schrauth die Leitung der Truppe als neuer Commodore. Stellvertretender Commodore wurde Peter Ziegler (Nachfolger von Rudolf Schrauth). Zum Geschäftsführer wurde bereits ein Jahr früher Christian Adams (Nachfolger von Paul Adams) gewählt. Als neuen Literaten ernannte man Heinz Paffhausen vom Kaiserberg. 1985 trat mit Peter Ziegler ein nimmermüder und unverwüstlicher Kanonier in das Veteranenkorps der Schweren Artillerie ein und wurde umgehend zum "Ombudsmann" gewählt. Sein Nachfolger als stellvertretender Commodore wurde Heinz Bündgen. Im Jubiläumsjahr 1989 stellte nach 25 Jahren die Schwere Artillerie wieder den Karnevalsprinzen. Heinz Bündgen wurde am 12.11.1988 als Prinz "Heinz II. von Bild und Ton" proklamiert. Zur Jahreshauptversammlung 1989 übernahm Kamerad Berthold Keller sein Amt als stellvertretender Commodore. Aus dem Korps sind bis heute fünf Karnevalsprinzen hervorgegangen: 1951 Prinz Heinrich I. von Emmeranien (Heinrich Rechmann) 1954 Prinz Peter I. vom Geroldshof (Peter Rahm) 1965 Prinz Peter III. "Prinz der Schweren Artillerie" (Peter Ziegler) 1989 Prinz Heinz II. von Bild und Ton (Heinz Bündgen) 1999 Prinz Franz Josef I. "Ritter der Schweren Artillerie" (Franz Josef Adams) 1993 fand ein Wechsel in der Vereinsführung statt: Nach 18jähriger Regentschaft Erwin Schrauth als Commodore zurück. Unter seiner Führung erlebte das Korps einen gewaltigen Aufschwung und konnte zwölf junge Kameraden hinzugewinnen. Für Artillerieverhältnisse eine beachtliche Zahl. Erwin Schrauth verstand es in bravouröser weise das Korps zu repräsentieren. In seiner Amtszeit fielen die ersten Auftritte in der Karnevalshochburg schlechthin, auf der Bäcker-Sitzung im Congress-Zentrum Köln-Deutz (Blauer Salon), in Krefeld-Uerdingen (Casino der Bayer AG) usw. Zu den Brühler Falkenjägern knüpfte er freundschaftliche Bande und eine enge Freundschaft verbindet uns heute mit diesem stattlichen Korps, unter ihrem Kommandanten Rainer Hau, genannt auch et "Spautzemännche". Sein überaus großes Organisationstalent bewies Erwin Schrauth im Jubiläumsjahr 1989. Zu erwähnen sei die Babarafeier auf der "MS-Petersberg", der Bürgerfrühschoppen und die Abschlussfahrt mit unseren "Roten Brüdern", dem Stadtsoldatenkorps Rut-Wiess Linz usw. Am 08.05.1993 wurde Erwin Schrauth, unter Beteiligung aller Linzer Korps und Gönnern des Vereins, feierlich zum Ehrencommodore ernannt. Mit ihm wurden auch seine treuen Wegbegleiter, Geschäftsführer Christian Adams und der stellvertretende Commodore Berthold Keller verabschiedet. Christian Adams leitete die finanziellen Geschicke des Korps 19 Jahre lang in hervorragender Weise. Berthold Keller war vier Jahre stellvertretender Commodore und hat in Abwesenheit des Commodore diesen bestens vertreten. Auch der langjährige Literat Heinz Paffhausen, trat von seinem Amt zurück. Seinen Posten übernahm als neuer Literat Franz Josef Adams. Auf der Jahreshauptversammlung 1993 wählte das Korps einen neuen Vorstand. Dieser setzte sich wie folgt zusammen:


Commodore
Heinz Bündgen
stellv. Commodore
Andreas Siebertz
Geschäftsführer
Norbert Adams

Dem erweiterten Vorstand gehören an:

Spieß der Truppe
Berthold Keller
Literat
Franz Josef Adams


Mit der Neuwahl des Führungsstabes wurde u. a. das Ziel verfolgt, junge Bürger für das Korps zu gewinnen, die bereit sind, den Fortbestand dieses Linzer Traditionskorps über das Jahr 2000 hinaus zu sichern. Ein Erfolg stellte sich bald ein und damit auch eine aktivere Vereinsgestaltung, die bis in die heutige Zeit erfolgsversprechend fortgeführt wird. Die Mitwirkung bei den Sitzungen und dem Bürgerfrühschoppen stand im Jahresprogramm mit an erster Stelle bei den Planungen. Echten Linzer Klamauk verbreiten die Artilleristen bei ihren Einlagen, die von den Fastelovendsjecken begeistert aufgenommen wurden, sogar über die Grenzen der Stadt hinaus. Zu erwähnen seien u. a. die Vorstellung von Gesanginterpreten, Schwabbelbäuchen mit Zylinderhüten, dem Lummerland-Express, Modeschauen, Kurkonzert, Colloquium Laumanum usw. Aber auch im Linzer Straßenkarneval prägt die Schwere Artillerie das bunte Treiben mit den Aufmärschen aller Linzer Korps und bei den Rosenmontagszügen, bei den auch die Frauen der Kanoniere als eigenständige Gruppe vertreten sind. Zur Stärkung und Ausbildung der Truppe dienen die dreimal jährlich stattfindenden Manöver. Da sind u. a. zu erwähnen, Besuche bei den Flittarder Hunnen, Segeltörns auf dem Ijselmeer, Münchner Oktoberfest, Braushauswanderweg in Köln oder die stets weinfrohen Manöver an die Ahr und in die Pfalz. Hier wurden auch die Verbindungen geknüpft zum Pfälzer Wein, den die Kanoniere alljährlich beim Linzer Winzerfest im vereinseigenen Weinstand ausschenken. Bild des Korps von 1999 Besonders erfreut war das Korps über den Auftrag, mit ihrem Festwagen (Burg-Iggelstein) den Kreis Neuwied , beim Rheinland-Pfalz-Tag in Andernach am 09.06.1996 zu vertreten. Die Kanoniere mit der Weinkönigin Sandra I. (Sandra Daub) und Stadtbürgermeister Adi Buchwald hatten mit ihrem Prunkwagen beim Festzug in Andernach ein unvergessliches Erlebnis und erhielten viel Beifall. Im Jubiläumsjahr 1999 war es dann wieder soweit, der Prinz war wieder ein Kanonier. Der Literat des Korps Franz Josef Adams regierte als Prinz Franz Josef I. "Ritter der Schweren Artillerie" die Narren in der bunten Stadt am Rhein.

wird fortgesetzt...