Geburtstagsfrühschoppen 2009

70 Jahre und kein bisschen müde

Auf ihrem Geburtstagsfrühschoppen zeigten die Kameraden von der Schweren Artillerie den zahlreichen Besuchern, dass auch ein kleines Korps so einiges auf die Beine stellen kann. Während eine Bilderausstellung und eine Videopräsentation Ausschnitte aus Geschichte und Vereinsleben zeigten, kümmerten sich die zahlreichen Helfer um das Wohlbefinden der Gäste. Um kurz nach Eins eröffnete dann der Vorstand und die Veteranen des Vereins mit einem karnevalistischen Einmarsch die Veranstaltung. Nach einer kurzen Begrüßungsansprache durch Commodore Christian Siebertz kam auch Ombudsmann Christian Adams zu Wort und erinnerte dabei an die früheren Zeiten im Linzer Karneval. Anschließend verlieh der Obmann der Veteranen noch den "Nudelorden", einen von Peter Ziegler zum 50. Vereinsjubiläum handgefertigten Orden, an den Vorstand.

Für das locker gestaltete Programm hatten sich zahlreiche befreundete Vereine aus Linz und Umgebung angekündigt. Den Auftakt machten die Vettelschosser Kürassiere, deren Frühschoppen die Kanoniere seit einigen Jahren regelmäßig besuchen. Anschließend wurde Blau-Wiess begrüßt, nach deren Auftritt der Commodore noch einmal einen großen Dank an Theo Schmahl aussprach, den Künstler hinter den Motivgläsern, die die Schwere Artillerie zu ihrem diesjährigen Jubiläum aufgelegt hat.

Bevor es mit den Gratulanten weiter ging, begrüßte Commodore Christian Siebertz noch einige Gäste: Heinz Kalkuhl, den Getränkelieferanten des Vereins von der "Trinkbar" in Linz, Thomas Herrschbach sowie die Träger des Ehrenordens Clowneritis-Linzensis Stina Wilhelm und Trude Muthers. Danach hielten die Linzer Möhnen zusammen mit den "Cremeschnittchen" des Elferrats Einzug und auch die Bürgermeister von Stadt und Verbandsgemeinde sowie das Rote Kreuz in Person von Dieter Korf schlossen sich ihnen an, dem traditionsreichen Linzer Korps ihre Glückwünsche auszusprechen. Verbandsbürgermeister Fischer sprach von "rot als Lebensgefühl", auch wenn er dies nicht politisch teilen könne und bemerkte, dass er sich die Region ohne eine Schwere Artillerie nicht vorstellen könne. Obermöhn Renate Weber erinnerte sich daran, wie ihr Vater als Artillerist immer seine Pief, das Markenzeichen der Kanoniere, gesucht hatte. Als Andenken daran schenkte sie der Schweren Artillerie genau solch eine Pfeife. Bei der Gelegenheit wies der Commodore auch noch einmal auf das 80jährige Jubiläum des Damenkorps hin. Zum Schluss stürmte noch Leo Ziegler auf die Bühne, um im Namen der Linzer Köbese mit den Worten "Lieber en Onkel mit nem Kuvert, als en Tant mit em Struss Blome" zu gratulieren.

Den Anschluss machten die Linzer Stadtsoldaten, die ihre "roten Brüder" mit ihrem Auftritt und mit einigen Fässchen Gerstensaft versorgten. Es folgten Auftritte und Gratulationen der Roten und Grünen Husaren, wobei letztere mit einem riesigen Kuchen aufwarteten. Nachdem die Tanzflöhe Ohlenberg mit ihrer Showtanz-Einlage das Publikum begeistert hatten, begrüßte Christian Siebertz noch Pater Peter sowie Dechant Hombach und dankte für die gelungene Karnevalsmesse, die am gleichen morgen stattgefunden hatte. Zusammen mit den Fanfaren, den Linzer Ex-Prinzen, Dechant Hombach und Pater Peter hielt dann das närrische Oberhaupt aller Linzer Einzug in die Stadthalle. Zunächst beglückte KG-Präsident Alfons Daub die Kanoniere mit seinen Reimen. Die Glückwunschkarte hätte er jedoch leider zuhause liegen gelassen und wolle sie dann nachreichen. Als Kommandant der Linzer Ex-Prinzen gratulierte auch Rudolf Honnef, bevor Prinz Lücke Hein das Wort übernahm. Er outete sich zunächst, dass er seinen Clowneritis-Orden noch schnell geholt hätte, als ihn Wolli Klein darauf angesprochen hatte, der seinen ebenfalls vergessen hatte. Nach seinem Prinzenlied wollten dann aber auch die Linzer Fanfaren noch ihr Ständchen geben. Zuvor gratulierte Paul Kremer aber noch und dankte den Kanonieren für deren Unterstützung beim Jubiläum der Fanfaren im vorletzten Jahr.

Auch TC Blau-Weiss St. Katharinen hatte sich in der Stadthalle eingefunden, um mit einer gelungenen Tanzeinlage das Publikum mitzureissen. Den Abschluss an diesem bunten Nachmittag machten dann die Linzer Hunnen, die als Hunnsoldaten auftraten, weil die meisten Pelze "von Killermotten zerfressen" worden waren.

Abschließende Worte fand Christian Siebertz mit einem Dank an das Orga-Team, die vielen Helfer, die aufgetretenen Korps und natürlich an die Artilleristenfrauen. Seinerseits Dank für die wunderbare Führung durch das Programm wurde dem Commodore durch seinen Bruder Markus Siebertz ausgesprochen. Auch die Gäste bedankten sich noch einmal mit einem Applaus und manch einer verweilte noch einige Zeit, um mit den Artilleristen bei einem Bier noch ein paar Worte zu wechseln.