Mindestens eines haben die Rheinländer und die Bayern gemeinsam: Sie können zünftig feiern – und das am besten zusammen! Den Beweis erbrachte am letzten Samstag das Funken-Korps Schwere Artillerie bei ihrem 1. Linzer Oktoberfest. Mit Unterstützung der Blaskapelle Raisting aus Oberbayern war die Stadthalle Linz kaum noch vom Münchner Vorbild zu unterscheiden. Original Oktoberfestbier und bayrische Schmankerl taten ihr übriges, um die Stimmung auf den Höhepunkt zu treiben.
Den Fassanstich übernahm standesgemäß Bürgermeister Adi Buchwald, der zuvor von den Kanonieren und ihren bayrischen Musikerfreunden vom Rathaus abgeholt wurde. Dass er für den Anstich sieben Schläge brauchte, bei denen auch reichlich Gerstensaft verloren ging, war eindeutig auf den falschen Bierhahn zurückzuführen. Um diesen Missstand zu beseitigen, wolle er den Artilleristen im nächsten Jahr einen ordentlichen Messinghahn stiften, so der erste Mann der Stadt. Dabei ging er davon aus, dass die Veranstaltung – wie in Linz üblich – nach diesem ersten mal schon Tradition hat.
Nach einer kurzen Begrüßung durch Commodore Christian Siebertz begannen dann die Wände des ausverkauften Hauses unter der Musi der Raistinger Blaskapelle und der Superstimmung des Linzer Publikums zu wackeln. Am späteren Abend wurden dann noch die Gewinnerinnen des „Dirndl-Contest“ gekürt: Für Annette Demuth wurde am lautesten applaudiert, darauf folgten Ruth Zimmermann und Alexandra Höhl. Für alle drei hatte der Getränkemarkt Linz einen Gutschein gestiftet. Danach war aber noch lange nicht Schluss und so feierte man bei ausgelassener Stimmung weiter bis in die frühen Morgenstunden.