Schützenfest 2006

Am Freitag, dem 27. Oktober 2006, fand nun schon zum zweiten mal das gemeinsame "Schützenfest" der St.Sebastianus Schützenbruderschaft und der Kameraden der Schweren Artillerie in der Schützenhalle unter der St.Marien Kirche statt. Nach dem erfolgreichen Verlauf dieses Freundschaftsschießens im letzten Jahr wollte man die geknüpften Bande aufrechterhalten und so bemerkte auch Commodore Christian Siebertz in seiner Begrüßungsrede: "Wenn man in Linz etwas zum zweiten mal macht, so ist es eine Tradition". Auch eine Abordnung der Grün-Weissen Husaren nahm in diesem Jahr am Schießen teil. An die Begrüßung durch den Commodore schloss sich Brudermeister Martin Krings an. Er dankte den Kanonieren noch einmal für deren Hilfe an der Theke beim diesjährigen "offiziellen" Schützenfest der St.Sebastianer und erklärte weiterhin die Spielregeln des Abends: An ein Scheibenschießen sollte das Schießen auf einen "Vogel" folgen, den der Brudermeister höchstpersönlich in Form karnevalistischer Symbole hergestellt hatte.

Auch für das leibliche Wohl war an diesem Abend bestens gesorgt worden. Neben den fleißigen Schützen, die dafür Sorge trugen, dass insbesondere die Artilleristen stets mit einem kühlen Kölsch versorgt waren, hatte es sich Alt-Feldkoch Juppemann nicht nehmen lassen, für die ganze Truppe einen riesigen Uhles zu zaubern. Während man sich also gruppenweise in den Schießstand begab, um dort unter Anleitung der erfahrenen Schützen auf die Scheiben zu schießen, amüsierten sich die anderen Teilnehmer bei Speis und Trank im Thekenbereich. Das Ergebnis der Wertungsscheibe, auf die man nach einer Übungsscheibe schoss, wurde den Teilnehmern dabei aber nicht verraten, um die Spannung zu steigern.

Im Anschluss folgte das Schießen um die Königsehre, die sich im letzten Jahr die Artilleristen sichern konnten. Es wurde der Reihe nach zunächst auf den Kopf (eine Pief der Kanoniere), den rechten Arm (ein Dreschflegel vom kölschen Buur), den linken Arm (die Pritsch vom Prinz) und dann auf die Füße (Spiegel der kölschen Jungfrau) geschossen. Während Uwe Prassel von den Schützen noch den Kopf holte, ging der Rest in Artilleristenhand: dem Mäte singe, dem Hermann singe und dem Andre singe hießen die Decknamen der stolzen Kanoniere, unter denen sich Hermann und Martin Hoppen und Markus Siebertz versteckten.

Weiter ging es mit dem Körper des versehrten Federviehs und somit um den König des Abends. Lange, lange, wirklich sehr lange musste geschossen werden. Dabei versorgte Ilona Nixdorf, als Schützenkönigin der St.Sebastianer, die Teilnehmer in einer kleinen Verschnaufpause mit einem Sektumtrunk, vielleicht auch um deren Treffsicherheit zu erhöhen. Mit Wirkeintritt dieses scheinbaren Zaubertrankes sollte es dann auch nicht mehr lange dauern, bis Geschäftsführer Norbert den Titel mit nunmehr sicherer Hand und geliehener Zielbrille holen konnte und so die Nachfolge des bisherigen Königs (dem Hermann singe) antrat.

Nach vielem Gejubel folgte dann zu später Stunde endlich die Siegerehrung durch Commodore und Brudermeister. Zunächst wurden Andre, der Literat und Rudi nach vorne gebeten. Letzterer konnte aber sogleich wieder gehen, nachdem man ihn nur informieren wollte, dass er in diesem Jahr nicht Scheibenletzter geworden war - diese Ehre wurde mit einer nicht zu nennenden Zahl von Ringen dem ersten Diplomaten zu Teil, während Martin Scheibenerster wurde. Nach den Ehrungen für die geschossenen "Geflügelteile" folgte der Hauptakt mit der Krönung Norberts zum Schützenkönig und Gratulationen von allen Seiten. Danach ließ man den Abend fröhlich in der Hoffnung ausklingen, die Tradition im nächsten Jahr fortzuführen.