Barbarafeier 2005

Am 3. Dezember führten wir wieder unsere traditionelle Barbarafeier durch. Wie in jedem Jahr war dieser Tag wieder Anlass für alle Mitglieder des Korps und deren Angehörige, gemeinsam ein paar gemütliche Stunden zu verbringen, aber es war auch ein gebührender Rahmen für Ehrungen und Auszeichnungen. Wie auch im letzten Jahr fand die Feier in unserer Stuff bei W.W. (Wirt Walter) statt.

Gegen 20 Uhr ergriff Commodore Christian das Wort und begrüßte recht herzlich alle Anwesenden. Nach einem humorvollen Vortrag von ihm, in dem in "verdrehter" Weise alle Kameraden namentlich erwähnt wurden, ging es schon zur Schlacht am warmen Buffet über. Bevor es zu den im Rahmen der Barbarafeier üblicherweise ausgesprochenen Beförderungen und Ehrungen verdienter Kameraden kam, mussten unsere Inaktiven nach vorne treten. Hotti, Murmel, Theo und Gonzo wurden mit Krätzchen und Korpsorden ausgestattet. Ihnen zu Ehren wurde anschließend die erste Strophe des Artilleristenliedes gesungen. Nun waren die aktiven Kameraden an der Reihe. Ernannt wurde Jan Welling zum "Brackenscheißer-Anwärter". Gleichzeitig wurde ihm die Aufgabe des Wagenwartes übertragen. Er bleibt weiterhin Ordonanz der Generalität. Zur ordentlichen Aufnahme ins Artilleristenkorps leistete Jan den Fahneneid auf unsere Standarte. Ihm zu Ehren ballerte Hubert aus unserer Tischkanone einen Böller in die Landschaft. Glücklicherweise schoss er aus der geöffneten Tür Richtung Straße. Ansonsten hätte die Veranstaltung wegen Nebels wahrscheinlich für eine halbe Stunde unterbrochen werden müssen. Befördert wurde Uwe Bay zum "Ordentlichen Brackenscheißer". Damit ist er berechtigt an der Uniform links und rechts auf der Schulter jeweils einen silbernen Pickel zu tragen. Markus Bouillon wurde zum Richtschützen ernannt. Die Aufgabe als Wagenwart hatte er ja vor Wochen aus zeitlichen Gründen zurückgegeben. Werner Pörzgen wurde vom Leutnant zum Oberleutnant befördert. Er bleibt weiterhin Schirrmeister des Korps. Frank Fossemer wurde als stellvertretender Commodore zum Oberst befördert.

Nach all diesem Schulterklopfen und Händeschütteln wurde zur Entspannung die 2. Strophe des Artilleristenliedes gesungen. Dank an treue Mitglieder sprach der Commodore an Markus Siebertz für 5 Jahre Mitgliedschaft, an Werner Pörzgen für 15 Jahre Mitgliedschaft, Berthold Keller für 20 Jahre Mitgliedschaft und Andreas Siebertz für 25 Jahre Mitgliedschaft aus. Es folgte das Singen der 3. Strophe. Nun ergriff der frisch beförderte Oberst Frank als stellvertretende Commodore das Wort. An seinem folgenden Vortrag über den Begriff der Generalität war schon zu erkennen, dass etwas Besonderes bevor stand. Der Commodore musste nach vorne treten und wurde von Frank im Namen des Korps zum Generalmajor befördert. Im zu Ehren schmetterte die Artilleristenfamilie die 4. Strophe des Artilleristenliedes.

Nach einer kurzen Verschnaufpause folgte ein weiterer Höhepunkt des Abends. Die Verleihung des Verdienstordens Clowneritis Linzensis Nr. 12 an Alfons Daub. In seiner Laudatio ging unser Commodore auf die Verdienste des neuen Ordensträger ein und machte allen Anwesenden nochmals bewusst, mit welchem Einsatz Alfons Daub im Linzer Karneval aktiv ist.

Nach all den schönen Gesängen und vielen Ehrungen hörte man von draußen ein helles Glöckchen klingen. Allen war klar, das muss der Nikolaus sein. Mit dem Nikolauslied wurde der heilige Mann würdig empfangen. Als er sein großes Buch aufschlug, warteten alle neugierig, was er wohl zu berichten habe. Mancher Kamerad war erstaunt, wie gut der heilige Mann über die guten, aber auch über die schlechten Taten eines jeden einzelnen informiert war. Wieder war es unser Kamerad Christian Adams der, wie bei vielen vorherigen Barabarafeiern, in hervorragender Art und Weise den Nikolaus verkörperte. Ihm gelingt es immer wieder, mit seiner in Reimform vorgetragenen „Gardinenpredigt“ die Zuhörer zum Schmunzeln zu bringen. Nachdem sich die meisten Kameraden die Vorhaltungen des heiligen Mannes mit verlegenem Lächeln angehört hatten, verabschiedete sich der Nikolaus, jedoch nicht ohne vorher alle anwesenden Damen mit einem kleinen Geschenk zu erfreuen.

Zum Abschluss des offiziellen Teil des Abends wünschte der Commodore noch allen Anwesenden ein schönes und besinnliches Weihnachtsfest und ein gesundes neues Jahr.