Für das diesjährige Herbstmanöver (Deckname „Rauchende Trichter“) hatten sich die Artilleristen vorgenommen, das linksrheinische Gebiet bis vor die Tore von Andernach zu erobern. Um die Mittagszeit erfolgte der Abtransport auf fahrbarem Untersatz Richtung Brohltal. Verstärkt wurde die Schlagkraft der abrückenden Artilleristentruppe durch den noch amtieren Prinzen Martin I. und dessen Adjutanten Toni Derek. Auf den Höhen des Brohltales wurde der erste Halt eingelegt. Klugerweise hatte man für die folgende Exkursion durch die Wald- und Bimslandschaft den einheimischen Fährtensucher Harry Schneider angeheuert. Dieser führte den Tross sicher vorbei an bröckligen Felshängen und über steile Anstiege zu herrlichen Aussichtspunkten. Nachdem der Commodore Heinz Bündgen erkannte, dass eine Vielzahl der Artilleristen aufgrund des beschwerlichen Marsches zu schwächeln begannen, ordnete er eine Rast an. Auf einer Lichtung konnte mit Hilfe von Gerstensaft und deftigen Würsten bald wieder ein zufriedenstellender körperlicher Zustand der Artilleristen hergestellt werden. Nun ging es weiter, glücklicherweise mit Bus, Richtung Manöverziel „Vulkan Brauhaus“ in Mendig. In Sichtweite von Andernach sah die „Generalität“ von einer erneuten Konfrontation mit den dortigen Bäckerjungen ab und richtete ihr Augenmerk auf das bereits genannte Manöverziel. Bevor man sich jedoch an die Besetzung der Bierfestung heranmachen konnte, wurden vorsichtshalber noch die unterirdischen Gänge und Gewölbe der Brauerei inspiziert. Als der Spieß die Lage als unbedenklich und feindfrei einstufte, wurde das Brauhaus zur Erstürmung freigegeben. Schnell hatte man sich im Innern des Lokales festgesetzt und gab den eroberten Platz erst nach energischer Aufforderung des Spießes zum Abmarsch wieder frei.
Ein schönes und mit viel Spaß verbundenes Manöver der
Schweren Artillerie fand somit seinen Abschluss. Nach Linz
zurückgekehrt, meinten allerdings einige Manöverteilnehmer
ihre Heldentaten sofort an den Mann (die Frau) bringen zu müssen
und verlängerten den Abend noch mit einem Besuch in einer der
vielen schönen Gaststätten in Linz.